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Kategorie: Spielberichte 2010
Von: Thomas Miller
Wildschweine bezwingen die Messdiener in Albstadt mit 34 - 7
Nach einem verhaltenen Beginn drehten die Seniors der Razorbacks am Sonntag gegen Freiburg in der zweiten Hälfte richtig auf.
Die Saison der Freiburg Sacristans verlief ähnlich wie das Wetter am letzten Spieltag: Sehr wechselhaft mit extremen Schwankungen. Konnten die Breisgauer noch vor wenigen Spieltagen den damaligen Tabellenführer, die Frankfurt Pirates, sehr deutlich schlagen, so hatten sie gegen die hoch motivierten und gut eingestellten Gastgeber keine Chance. Die Razorbacks konnten bei ihrem Heimspiel, welches zum zweiten Mal in dieser Saison in Albstadt ausgetragen wurde, in der Offense auf in einen fast vollständigen Kader zurückgreifen, mussten aber in der Defense auf einige Spieler verzichten. Die Freiburger hingegen waren nur mit weniger als 30 Aktiven angereist und dies machte sich im letzten Spielviertel bemerkbar. Während die TSB-Footballer immer noch druckvoll und konzentriert spielten, ließen die Kräfte bei den Gästen nach und sie konnten nicht mehr dagegenhalten. Da half auch der wolkenbruchartige Regenschauer in der Pause nichts. Die Spieler sind über eine Abkühlung bei diesen hochsommerlichen Temperaturen meist erfreut, aber durch den starken Regen war der Boden weich und dies kostete die Footballer zusätzlich Kraft. Nach dem Regen kamen die Hitze und auch die ca. 200 Zuschauer zurück und diese feuerten das Heimteam noch mal zu Höchstleistungen an.
Die Schwaben kamen sehr gut ins Spiel und bereits im zweiten Drive konnte Quarterback Christoph Münster seinen Receiver Christian Steffani mit einem Pass in der Endzone finden, nachdem Münster einigen heranstürmenden Verteidigern ausweichen konnte. Martin Gindele verwandelte anschliessend den PAT zum ersten Zwischenstand von 7 – 0. Im weiteren Verlauf konnte kein Team deutlichen Raumgewinn machen und die Verteidigungsreihen beider Teams dominierten das Spielgeschehen. Die Ravensburger Defense zeigte in dieser Phase, dass sie das Fehlen der Stammspieler gut kompensieren konnte und kam immer besser mit den Messdienern zurecht. Die erste Halbzeit war schnell vorbei, da beide Mannschaften, auf Grund der wechselnden Wetterbedingungen, sehr viel Laufspiel einsetzten. In der Pause suchten alle Akteure ein trockenes Plätzchen da es so stark regnete, dass sogar die Spielfeldlinien nochmals gestreut werden mussten.
Die Gastgeber kamen nach der Halbzeit auch wieder besser in die Partie und als QB Münster sah, dass die Freiburger Christian Steffani nicht deckten, änderte er mit einem Audible den Spielzug und warf einen weiten Pass auf ihn. Christian Steffani rannte dann weitere 40 Yards bis in die Endzone, wobei er noch Unterstützung von Alexander Gerwien bekam, der ihm den Weg frei blockte. Die Razorbacks versuchten dann eine Two-Point-Conversion, welche allerdings nicht gelang und somit zeigte das Scoreboard den Stand von 13 – 0. Die Spieluhr lief wieder sehr schnell runter und im letzten Quarter kam dann wieder die Sonne heraus, welche auch die Gemüter erhitzte denn zum Ende der Partie gab es sehr viel Unruhe auf dem Platz. Aber die Razorbacks konnten jetzt nochmals nachsetzten und erzielten mit einem Play-Action Spielzug ihren dritten Touchdown. Martin Gindele wurde von QB Münster mit dem Pass an die Ecke der Endzone bedient und konnte anschließend mit dem gelungenen Extrapunkt auf 20 – 0 erhöhen. Auch die Ravensburger Defense konnte jetzt immer mehr Druck aufbauen und konnte so mehrere Interceptions, unter anderen von Christian Steffani und Philipp Schaber, fangen. Die Überlegenheit war so groß, dass der Freiburger Ballträger oft hinter der Line-of-Scrimmage getackelt wurde und zusätzlich einige Quarterbacksacks zu großem Raumverlust führten. In einem Drive konnte der QB sogar viermal hintereinander gesackt werden, wobei besonders Defense Captain Mirko Herrmann sehr aktiv war. Durch diese gute Leistung der Defense kamen die TSB-Angreifer immer wieder in guter Position aufs Feld und konnten weiter punkten. Wide Receiver Michael Steffani lief eine tiefe Passroute in Richtung Endzone, konnte den Ball unter Bedrängnis eines Gegenspielers fangen und die letzten Yards zum Touchdown überbrücken. Erneut missglückte der Versuch mit einer TPC weitere Punkte zu machen und Mitte des letzten Viertels stand es 26 – 0 für die gastgebende Mannschaft. Bei diesem Spielstand gaben die Ravensburger Coaches auch den Backup-Spielern und Rookies eine Chance um Spielpraxis zu sammeln. Die Offense konnte das Feld immer wieder mit solidem Laufspiel der Runningbacks Lorch, Strobel und Kienzle überbrücken und war bald wieder vor der Endzone der badischen Gäste. Christian Steffani konnte einen Pass in der Ecke der Endzone fangen und warf anschließend bei der TPC den Ball zu Alexander Gerwien, der mit diesen zwei Punkten den Zwischenstand von 34 – 0 herstellte. Leider verletzte sich Joris Strobel bei einem Laufspielzug und kann beim letzten Spiel nicht dabei sein. Die Freiburger versuchten nochmals alles und wenige Sekunden vor dem Ende gelang ihnen der Ehrentouchdown nach einem sehenswerten Lauf ihres Runningbacks über das halbe Feld. Mit dem gelungenen Extrapunkt war der Endstand von 34 – 7 hergestellt. Die Gastgeber konnten die letzten Versuche abknien und feierten am Ende einen überlegenen Sieg.
Mit dem Sieg konnten sich die Wildschweine auf den vierten Tabellenplatz vorarbeiten und haben beim Saisonfinale am nächsten Samstag in Ravensburg die Chance auf eine noch bessere Platzierung. Die Ravensburger waren mit dem Ziel des Klassenerhalts in die Saison gestartet und haben jetzt schon mehr erreicht, als sich viele im Vorfeld erhofft hatten. “Wir hatten anfangs unsere Schwierigkeiten, aber besonders in den letzten beiden Spielen haben wir eine tolle Leistung als Team gezeigt“, erklärt Coach Thomas Miller. “Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die sich während der Saison steigern konnte. Im letzten Spiel gegen die Montabaur Fighting Farmer können wir unsere erste Regionalliga-Saison noch krönen, das Team ist auf alle Fälle hoch motiviert auf die Partie am Wochenende“. Die Begegnung beginnt am 17.07. um 16:00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des TSB Ravensburg und die Razorbacks hoffen erneut auf eine tolle Unterstützung durch ihre Anhänger. Coach Bryant freut sich sehr auf die große Chance, weiß aber auch dass mit Montabaur ein gefährlicher Gegner kommt. “Die Farmer haben ein sehr flexibles Angriffsspiel und besonders ihr kanadischer Quarterback Ken Mazureck konnte sich in dieser Saison immer wieder gut in Szene setzen. Im letzten Jahr spielten sie noch in der GFL 2 und sie haben sehr erfahrene Spieler in ihren Reihen. Wir werden uns aber gut vorbereiten und unsere Fans werden sicherlich ein packendes Spiel sehen.“



