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Mittwoch, der 08.02.2012
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08.07.2010 Alter: 2 Jahre
Kategorie: Spielberichte 2010
Von: Thomas Miller

Razorbacks sichern sich vorzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga

Vor ca. 200 Zuschauern gewinnen die Wildschweine in Ravensburg gegen die Stuttgart Silver Arrows mit 40 – 13


Für die Gäste war es die letzte Chance auf den Klassenerhalt, aber die TSB-Footballer ließen keinen Zweifel aufkommen, dass sie dieses Spiel gewinnen und damit den Klasserhalt sichern wollten. Nach zwei Niederlagen in Folge war die Situation bei den Ravensburgern zwar etwas angespannt aber die Spieler zeigten, dass sie als Team agieren können und dabei hervorragende Leistungen zeigen können. Das Fehlen von Quarterback Münster und Wide Receiver Alexander Gerwien wurde durch sehr gutes Laufspiel ausgeglichen wobei besonders die Offense Line um Line-Coach Matthias Pfeiffer aber auch die Runnigbacks Alexander Lorch, Frank Kienzle, Ralph Neff und Joris Strobel, der nach langer Verletzungspause wieder voll eingesetzt worden konnte, starke Leistungen zeigten. Trotzdem konnte Quarterback Michael Steffani auch einige Pässe, unter anderen an seinen Bruder Christian, anbringen. “Insgesamt zeigte die Mannschaft einen tollen Zusammenhalt und durch das variable Spiel ging der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung“, so Headcoach Thomas Miller. “Unsere Defense konnte den Gegner mit einer tollen kämpferischen Leistung fast immer frühzeitig stoppen und brachte die Offense damit oft in gute Position“, so Miller weiter.

Das Spiel begann auch gleich mit einer starken Szene der Defense als Defensive End Adrian Nardon  einen Ball sichern konnte, den zuvor Linebacker Mirko Herrmann aus den Händen eines Gegners geschlagen hatte. Die Angreifer der Wildschweine zeigten dann auch gleich die Richtung für das Spiel an, indem sie direkt auf die Endzone der Silberpfeile marschierten. Aus vier Yards Entfernung erzielte Joris Strobel die ersten sechs Punkte und Kicker Phil Bodem erhöhte auf 7 – 0 für die Gastgeber. Im weiteren Verlauf des ersten Quarters konnte keine Mannschaft nennenswerten Raumgewinn erzielen bis Christian Steffani, der auch als Corner eingesetzt wurde, einen gegnerischen Pass abfing und sein Bruder Michael direkt danach mit einem QB-Keeper einen Touchdown von der 5 Yard Linie erlief. Leider ging der Kick daneben und so stand es 13 – 0. Beim nächsten Angriffsversuch der Stuttgarter hatten die Ravensburger Verteidiger einen kollektiven Blackout als der gegnerische Receiver einen Pass fangen und über 50 Yards zum 13 – 6 in die Endzone tragen konnte. Zum Glück für die TSB-ler konnte der Extrapunkt nicht verwandelt werden. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich die Offense der Gastgeber nicht richtig durchsetzen und die Defense musste sich erneut gegen die stärker werdenden Silver Arrows wehren. Es schien, als ob die Gäste jetzt unbedingt punkten wollten, aber Linebacker Philipp Schaber fing einen Pass des Stuttgarter QBs ab und brachte wieder die oberschwäbische Angriffsreihe auf den Platz. Dieses Mal fackelte die Offense nicht lange und am Ende eines schönen Drives konnte Christian Steffani einen Pass in der Endzone fangen. Leider war der PAT wieder nicht gut und damit stand es kurz vor der Halbzeit 20 – 6 für Ravensburg. Für Spannung sorgte dann Philipp Schaber, als ihm erst eine Interception gelang, er aber den Ball dann doch verlor und so die Silberpfeile nochmals in Ballbesitz brachte. Allerdings konnten diese nichts daraus machen und so gingen die Teams in die Pause.

Die zweite Hälfte begann zunächst nicht gut für die Angreifer aus Ravensburg, da Michael Steffani im vierten Versuch, bei nur einem Yard zu gehen, den Ball verlor. Aber sein Bruder konnte den Fehler wieder ausgleichen indem er einen Pass des Gegners abfing und das Angriffsrecht zurückholte. Und Christian Steffani war es dann auch, der einen 15 Yard Pass in der Endzone fing. Der Snap für den Extrapunkt konnte leider nicht kontrolliert werden, darum bleib es beim Spielstand von 26 – 6. Jetzt zeigte die Defense was sie kann und setzte die angreifenden Stuttgarter so unter Druck, dass deren Quarterback den Ball direkt zu Linebacker Som Sai Alounlasy (genannt Sunny) warf. Sunny, der sein erstes Jahr als Linebacker spielt konnte den Ball über 40 Yard in die Endzone tragen und erhöhte den Score auf 32 – 6 für die Razorbacks. Leider konnte der PAT nicht verwertet werden. Erneut gelang dem Spieler mit der Nummer 83, Christian Steffani, eine Interception nachdem die Defense großen Druck ausübte. Die Offense konnte diese Situation aber nicht nutzen und musste sogar nach einem Fehlpass einen Touchdown durch die Silver Arrows hinnehmen. Die Gäste verkürzten mit dem gelungenen Extrapunkt auf 32 -13, aber die Ravensburger zeigten sofort, dass dies nur eine kurze Konzentrationsschwäche war. Nach schönen Runs über das ganze Feld konnte Fullback Frank Kienzle aus einem Yard Entfernung einen weiteren Touchdown platzieren und Christian Steffani setzte den Schlusspunkt, als er einen Kick antäuschte und selber in die Endzone lief. Mit dieser Two-Point-Conversion war der Endstand von 40 – 13 hergestellt. Christian Steffani konnte sich dann nochmals auszeichnen als ihm eine weitere Interception gelang und die Offense konnte dann die Spielzeit auslaufen lassen indem sie die letzten Versuche abkniete.

Die Coaches waren sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Offense Coordinator James Bryant war besonders vom sehr guten Laufspiel beeindruckt: “Wir haben natürlich sehr viel an den Runs gearbeitet und ich bin stolz, dass wir das so gut umsetzen konnten. Wir sind nun sehr viel variabler, da wir einige Spieler in unseren Reihen haben die das gute Blocking der O-Line in Raumgewinn umsetzen können. Im nächsten Spiel wird Christoph Münster wieder spielen und dann können wir neben den neu gewonnenen Qualitäten im Laufspiel auch wieder das gewohnt starke Passspiel einsetzen.“ Defense Coordinator Thomas Miller lobte die gute Teamleistung, mit der seine Verteidiger den Gegner immer wieder unter Druck setzten: “Wir konnten heute zeigen was wir können, da unsere Offense den Ball gut bewegte und wir deshalb in guten Positionen aufs Feld kamen. Wir haben sehr diszipliniert und konzentriert gespielt und deshalb konnten wir den Gegner meistens kontrollieren und ihn zu Fehlern zwingen.“ Die Wildschweine können in den letzten beiden Spielen, am 11.07. in Albstadt und am 17.07. in Ravensburg, ihren Tabellenplatz noch verbessern. “Das Saisonziel Klassenerhalt haben wir geschafft. Jetzt wollen wir eine “winning season“ spielen und unseren Fans packende Spiele bieten“, so gibt Miller die Marschroute für das Saisonfinale bekannt.